Etappe 3: Von Görlitz nach Bad Muskau (67 Kilometer)

Der Weg aus der Stadt hinaus führt durch die Nikolaivorstadt. An der zur Erlebnisgastronomie ausgebauten Kunstmühle Ludwigsdorf mit gemütlichem Biergarten könnte man gleich schon wieder anhalten. Die Gemeinde Deschka ist die östlichste Deutschlands. Der Weg führt idyllisch durch Felder, blühende Wiesen und Kiefernforst. Die Kulturinsel Einsiedel bei Zentendorf ist ein ganz besonderer Freizeitpark: eine Abenteuerlandschaft ganz aus Holz, mitten in der Natur. Für die Kleinen gibt es hier jede Menge zu entdecken und zu erkunden. Für die „Großen“ gibt es, Kulturveranstaltungen und ein fantasievolle Gastronomie, ein Baumhaushotel rundet das Angebot ab. Rothenburg zählt zu den ältesten Städten der Oberlausitz. Die Zunftzeichen auf den mittelalterlichen Häusern im Stadtzentrum erzählen aus Zeiten, als das Handwerk hier größte Bedeutung hatte. 

Ab Lodenau verläuft der Weg wieder nahe der Neiße, schlängelt sich durch weite Felder, Waldgebiete und romantische Dörfchen. Ruhig strömt der Fluss dahin, zahlreiche Rastplätze laden zu einer Pause ein. Viele der Dörfer sind sorbischen Ursprungs, die Ortsschilder heute wieder zweisprachig. In Podrosche lohnt ein Abstecher ins polnische Przewóz. Die schlesische Burgruine und die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert  künden von Tagen, in denen die strategisch günstige Lage den Orten entlang der Neiße einigen Wohlstand bescherte. Der Name des Ortes Pechern lässt es schon erahnen: bis ins 18. Jahrhundert hinein war die Produktion von Holzkohle und Pech ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die industrielle Entwicklung der waldreichen Region wird im ehemaligen Sägewerk Sagar anschaulich dargestellt. In Bad Muskau führt der Radweg direkt durchs UNESCO Welterbe Fürst Pückler-Park mit dem prächtigen Neuen Schloss. Für die Anlage des 830 Hektar umfassenden deutsch-polnischen Landschaftsparks nach englischem Vorbild wurde einstmals ein ganzes Dorf umgesiedelt.