10.06.2013

Sperrung zwischen Ratzdorf und Eisenhüttenstadt bis Oktober 2014

Ab sofort ist der Oder-Neiße-Radweg zwischen Ratzdorf und Eisenhüttenstadt wegen Bauarbeiten gesperrt! Eine Umleitung über Wellmitz-Neuzelle-Eisenhüttenstadt ist ausgeschildert. Die Bauarbeiten dauer[mehr]

Kategorie: Allgemeine Nachrichten

13.03.2013

Sperrung des Oder-Neiße- Radweges

Das Hochwasser im Sommer 2010 hat auch am Oder-Neiße- Radweg starke Schäden hinterlassen, die nun durch intensive Baumaßnahmen behoben werden sollen. [mehr]

Kategorie: Allgemeine Nachrichten

Der Oder-Neiße-Radweg

Ein Weg, zwei Flüsse, drei Länder… Von der Neißequlle im tschechischen Nová Ves bis Ahlbeck auf Usedom geht es 630 Kilometer vom Isergebirge entlang der deutsch-polnischen Grenze bis zur Ostsee – erlebnisreich! 

Oder ab Mescherin in der Uckermark weiter entlang der Oder bis in die Metropole Stettin. Wo Europa einst geteilt war sind die Übergänge heute fließend. 

Von der Deichkrone schweift der Blick über die weite Landschaft und einen endlos hohen Himmel. Greifvögel ziehen ihre Kreise. Die feuchten Wiesen der Oderniederung sind ein Paradies für Störche und zahllose Bodenbrüter. Große Teile der Landschaft sind geschützt, Flora und Fauna konnten sich hier jahrzehntelang weitgehend ungestört entwickeln.   

Osterritt und kunstvoll bemalte Eier, zweisprachige Ortsschilder, prächtige Trachten und die Sage vom Wassermann – sorbische Kultur und Lebensweise prägen viele Orte der Lausitz.   

Bedeutende mittelalterliche  Handelszentren wie Zittau und Görlitz vereinen architektonische Einflüsse aus Böhmen, Schlesien, Brandenburg und Sachsen. Liebevoll sanierte Altstädte erstrahlen heute in neuem Glanz. Der grenzüberschreitende Fürst Pückler-Landschaftspark gehört zum UNESCO-Welterbe, das Städtchen Bad Muskau ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Die vom Tagebau geprägten Landschaften der Lausitz und die sozialistische Planstadt Eisenhüttenstadt bieten Einblicke in die bewegte neuere Geschichte der Region; die alte Hansestadt Frankfurt/Oder schmückt sich mit mächtigen Baudenkmälern der norddeutschen Backsteingotik. Weiter nördlich prägen historische Dörfer und Kleinstädte,  aber vor allem die sich im Jahreslauf ständig verändernde Auenlandschaft der Oder das Bild. Einen wahrhaft kaiserlichen Abschluss bilden die Seebäder der Insel Usedom.   

Empfehlenswert ist ein Wechsel von der Höhe der Deichkrone hinab in die Froschperspektive: ein Stück Weges per Kanu zurückzulegen eröffnet völlig neue Einsichten in die Landschaft. Das Rauschen des Wassers ist plötzlich ganz nah, das dichte Blätterdach der Bäume am Ufer bietet Schutz vor der Welt dort oben, Insekten gleiten dicht über dem Wasser dahin und die Weite der Landschaft verschwindet hinter der nächsten Flussbiegung. Während das Kanu geräuschlos dahingleitet werden Fahrräder und Gepäck bequem zum Zielpunkt transportiert.  

Handgemachter Ziegenkäse, Wein aus der Region, fangfrischer Fisch,  Spezialitäten aus der Klosterbrauerei, Nudeln oder Salami vom lebenden Deichrasenmäher – der Oder-Neiße-Radweg hat nicht nur landschaftlich und kulturell, sondern auch kulinarisch einiges zu bieten. Beste Bedingungen also für eine grenzenlose Genießertour. 

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